Leserbrief zum Artikel in der LZ "Erich Jörg: Alte Gießerei abreißen"

Die Gebäude der alten Gießerei am Motzacher Tobelbach sind mitnichten baufällig oder einsturzgefährdet, sondern mit relativ geringem Aufwand für eine primitive Nutzung, die aber sehr komfortabel sein kann, herzurichten.

Das Konzept des "Orden der Liberins" mit einer Komposttoilette, offenem Feuer und sanfter Sanierung der belasteten Flächen würde dem B.U.N.D. sicher gefallen, weil es den hier lebenden Menschen ein Beispiel (und die Gelegenheit zu probieren) bieten könnte, wie es auch anders geht. Wenn wir endlich die Genehmigung der Firma Axima haben, das Grundstück friedlich zu besetzen, werden wir sicherlich auch mit ihnen den Dialog suchen und finden.


Eine solche Genehmigung (ohne Anerkennung von Rechts- und Haftungsfolgen) könnte die Firma Axima, auch unbeschadet der Fortsetzung des Bebauungsplanverfahrens, erteilen, ohne dabei etwas zu verlieren. Die größte Gewinnerin wäre dabei die Stelle, an der die Gießerei steht, weil sie nicht von schwerem Gerät zerrissen und dadurch allen Lebens beraubt werden müßte, um dann "Natur anzupflanzen", von den Kosten einmal ganz abgesehen.


Bernd Karge alias

Djabba Liberin, Lindau