Theater der Liberins

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Bericht in der LZ am 10.10.

Flucht nach Europa


Strassentheater auf der Wasserstraße


Lindau, Hafeneinfahrt, am 7.10.2006, 14:00 Uhr


1. Der Schlepper überwindet in seinem offenen Boot die Strecke vom Leuchtturm zum Sockel des Löwen und zieht dabei das Schleppseil hinter sich her, um es am Sockel des Löwen zu befestigen.

2. Die Flüchtlinge ziehen sich am Seil mit rhytmischen Bewegungen, singend zur Mitte der Überfahrt. Der Schlepper kommt ihnen entgegen und nimmt das inzwischen eingezogene Ende des Schleppseils vom Floß und fährt in den Hafen zu ersten  erreichbaren Pfahl. Die Flüchtlinge hängen am Schleppseil ihre Fahne auf und singen.

3. Während der Schlepper den rettenden Pfahl erreicht, kommt Sturm auf. Die Passagiere auf dem Floß schwanken unrhytmisch, die Fahne flattert, als Notsignal wird eine rote Leuchtkugel abgeschossen und alle Flüchtlinge legen sich hin und bleiben so lange wie möglich liegen. Drei augestopfte Jacken werden als Symbol für die Ertrunkenen an Seilen ins Wasser geworfen. Währenddessen lamentiert der Schlepper laut, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen.

4. Irgendwann erheben sich die Flüchtlinge wieder, der Schlepper löst das Seil am Löwen, die Flüchtlinge ziehen sich weiter mit Rhytmus zum Pfahl. Wenn der Pfahl erreicht ist, wird zur Entwarnung eine grüne Leuchtkugel abgefeuert Der Schlepper bringt das Ende des Zugseils zum Landungsplatz, wo bereits Grenzer warten, um den Schlepper und die Flüchtlinge zu verhaften.